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Übernehmen einer Instanz von SQL Server 2008 auf SQL Server 2014 RRS feed

  • Frage

  • Hallo zusammen,
    in meiner Firma wollen wir unser Data Warehouse von einem SQL Server 2008 Enterprise auf einen SQL Server 2014 Enterprise umziehen. Der neue SQL Server wird auf neuer Hardware (neuer Server) laufen.

    Natürlich träume ich von einem möglichst einfachen Migrationsszenario. :) Ein Traum wäre es, wenn sich die Instanz des 2008 auf den 2014 kopieren lassen würde. Wir verwenden die komplette Bandbreite von Integration- über Analysis- und Reportingservices.

    Hat hierzu jemand bereits Erfahrungen/Tipps/Tricks...

    Vielen Dank für Eure Antworten :)


    Viele Grüße Holger M. Rößler


    Dienstag, 7. Oktober 2014 08:33

Antworten

  • Hallo Holger,

    eine Instanz (in Form von Binaries) läßt sich nicht umziehen aber "upgraden". Wenn es nur um die Daten geht, dann am einfachsten ein BACKUP -> RESTORE.

    Um die Downtime so gering wie möglich zu halten, wäre auch im ersten Schritt ein Mirroring von 2008 - 2014 denkbar, das in wenigen Sekunden geschwenkt werden kann.

    Update: http://msdn.microsoft.com/de-de/library/bb677622.aspx

    Mirroring: http://msdn.microsoft.com/de-de/library/ms189852.aspx

    Verwendung von SQL Alias: http://msdn.microsoft.com/en-us/library/ms190445.aspx


    MCM - SQL Server 2008
    MCSE - SQL Server 2012
    db Berater GmbH
    SQL Server Blog (german only)

    Dienstag, 7. Oktober 2014 08:59
  • Hallo

    zunächst meinen Glückwunsch, dass Ihr direkt auf SQL Server 2014 zieht.

    Sodann zu den Stolpersteinen:

    Abgesehen vom Upgrade Advisor, welcher lediglich die Datenbanken auf dem SQL Server prüft (und auch dynamischen Code nicht versteht), sollte man nicht vergessen, dass es - unter Umständen natürlich nur ;-) - auch einige Applikationen geben kann. Und die SQL Statements, die diese absetzen, können auch durchaus problematisch sein, da seit SQL Server 2012 einige seit Langem deprecated Syntaxelemente wirklich nicht mehr funktionieren. Das sollte man einmal mit einer Profiler Trace herausfinden. (da gibt es spezielle Events für)

    Sodann ist ein Side-by-Side Upgrade, welches Uwe hier andeutet, sicher die stabilere Methode als das durchaus auch mögliche "In-Place-Upgrade".

    Aber, wie ich der originalen Frage entnehme, geht es hier keineswegs nur um die Datenbankengine.

    Integration Services sind im SQL Server 2012 redesigned worden, und auch wenn die Migration selten Probleme macht, kann man diese jedoch keinesfalls ausschließen, und sollte unbedingt getestet werden, wie auch bereits angeregt.

    Reporting Services sind bereits im SQL Server 2008 einem Refresh unterzogen worden, und auch dort gibt es einige Berichtselemente, die sich leider plötzlich etwas anders verhalten.

    Insofern, Ja, unbedingt in einer Testumgebung vorab testen.

    Viel Erfolg :)


    Andreas Wolter (Blog | Twitter)
    MCM - Microsoft Certified Master SQL Server 2008
    MCSM - Microsoft Certified Solutions Master Data Platform, SQL Server 2012
    www.andreas-wolter.com | www.SarpedonQualityLab.com


    Dienstag, 7. Oktober 2014 18:51

Alle Antworten

  • Hallo Holger,

    eine Instanz (in Form von Binaries) läßt sich nicht umziehen aber "upgraden". Wenn es nur um die Daten geht, dann am einfachsten ein BACKUP -> RESTORE.

    Um die Downtime so gering wie möglich zu halten, wäre auch im ersten Schritt ein Mirroring von 2008 - 2014 denkbar, das in wenigen Sekunden geschwenkt werden kann.

    Update: http://msdn.microsoft.com/de-de/library/bb677622.aspx

    Mirroring: http://msdn.microsoft.com/de-de/library/ms189852.aspx

    Verwendung von SQL Alias: http://msdn.microsoft.com/en-us/library/ms190445.aspx


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    Dienstag, 7. Oktober 2014 08:59
  • Hallo Uwe,
    vielen Dank für deine Antwort.

    Das upgraden einer Instanz wäre für mich ok. Allerdings würde ich gerne die Instanz auf dem aktuellen Produktionsserver unangetastet lassen. Wie zuverlässig läuft das Upgrade? Haben Sie da Erfahrungswerte?

    Vielen Dank :)


    Viele Grüße Holger M. Rößler

    Dienstag, 7. Oktober 2014 09:31
  • Hallo Holger,

    ein Upgrade ist in der Regel unproblematisch, da es vor dem Upgrade die Möglichkeit gibt, mit einem "Upgrade Advisor" die bestehende Installation zu prüfen.

    Ein Update "in eine neue Instanz" ist gleichbedeutend mit der Installation einer neuen Instanz; der von Dir gewählte Weg ist so nicht machbar!

    Bevor Du eine Produktionsumgebung auf 2012 aktualisierst, solltest Du im eigenen Interesse das ganze erst mal in einer STAGE / DEV Umgebung ausprobieren. In SQL Server 2012 haben sich einige Dinge geändert, die zwar einem Upgrade aus technischer Sicht nicht entgegen stehen aber z. B. aus fachlicher Sicht.

    Als Beispiel sei genannt das Caching bei IDENTITY-Values. Hierbei erhöht SQL Server nach jedem Neustart die "neue" Id um 1.000! Dieses Problem wird immer wieder in den Foren diskutiert und die Ursache ist eben das Caching!

    Eine Möglichkeit ist TF 272, um z. B. dieses Verhalten zu unterbinden... - aber das alles hier zu diskutieren, würde den Rahmen dieses Threads komplett sprengen. Am besten mal selbst ein wenig googlen :)


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    Dienstag, 7. Oktober 2014 11:58
  • Hallo

    zunächst meinen Glückwunsch, dass Ihr direkt auf SQL Server 2014 zieht.

    Sodann zu den Stolpersteinen:

    Abgesehen vom Upgrade Advisor, welcher lediglich die Datenbanken auf dem SQL Server prüft (und auch dynamischen Code nicht versteht), sollte man nicht vergessen, dass es - unter Umständen natürlich nur ;-) - auch einige Applikationen geben kann. Und die SQL Statements, die diese absetzen, können auch durchaus problematisch sein, da seit SQL Server 2012 einige seit Langem deprecated Syntaxelemente wirklich nicht mehr funktionieren. Das sollte man einmal mit einer Profiler Trace herausfinden. (da gibt es spezielle Events für)

    Sodann ist ein Side-by-Side Upgrade, welches Uwe hier andeutet, sicher die stabilere Methode als das durchaus auch mögliche "In-Place-Upgrade".

    Aber, wie ich der originalen Frage entnehme, geht es hier keineswegs nur um die Datenbankengine.

    Integration Services sind im SQL Server 2012 redesigned worden, und auch wenn die Migration selten Probleme macht, kann man diese jedoch keinesfalls ausschließen, und sollte unbedingt getestet werden, wie auch bereits angeregt.

    Reporting Services sind bereits im SQL Server 2008 einem Refresh unterzogen worden, und auch dort gibt es einige Berichtselemente, die sich leider plötzlich etwas anders verhalten.

    Insofern, Ja, unbedingt in einer Testumgebung vorab testen.

    Viel Erfolg :)


    Andreas Wolter (Blog | Twitter)
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    Dienstag, 7. Oktober 2014 18:51