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Drucker als "Schreibmaschine" für Hochzeits-Gag RRS feed

  • Frage

  • Hallo,

    für eine Informatiker-Hochzeit im Dezember soll als Gag ein Tisch aufgebaut werden, auf dem ein Laptop mit einem Nadeldrucker (Epson LQ-590, verbunden via USB) steht.

    Die Gäste sollen da Glückwünsche tippen, allerdings sollen die geschriebenen Texte nicht auf dem Schirm erscheinen und dann gedruckt werden, sondern der Drucker soll quasi wie eine Schreibmaschine sofort jeden Tastendruck direkt schreiben.

    Mit meinen .NET Anfängerkenntnissen habe ich die C# Anwendung schon mal soweit, dass ich ein Formular habe, was die Tastendrücke "blind" entgennimmt (als Test ändere ich ein Label, was in der Texteigenschaft den getippten Buchstaben hat).

    Jetzt versuche ich gerade aus dieser Seite schlau zu werden: http://support.microsoft.com/kb/322091/en-us und bekomme das nicht sinnvoll in meinen Schädel rein.

    Ist das damit überhaupt so machbar, was ich vorhabe, da ja der Drucker "häppchenweise" jeden Buchstaben einzeln bekommen soll, und der Druckkopf an der Position stehenbleiben muss, um den nächsten Buchstaben quasi über einen weiteren "neuen" Druckjob zu bekommen?

    Oder bin ich mit dem Roh-Modus auf dem Holzweg?

    Oder geht es gar überhaupt nicht, was wir uns ausgedacht haben?

    Ich weiß, die Anwendung ist jenseits allem was eine "normale" Anwendung und gute Usability ausmacht. Es soll halt eine Rube Goldberg Maschine sein, die die Hochzeitsgäste "zwingt" statt wohlüberlegter "Gästebucheinträge" in einer editierbaren Textbox, ungeschönt mit Tippfehlern und allem drum und dran spontane Gedanken aufs Papier zu bringen. Und weil es eben Informatiker sind, wäre ein Buch mit Kugelschreiber so "analog".


    Ümflancht net 'rum!

    Dienstag, 30. Oktober 2012 15:48

Antworten

  • Hallo,

    die guten alten Matrix-Drucker wurden i. a. über die parallele (LPTn) oder serielle (COMn) Schnittstelle betrieben. Und die kann man auch ohne den Umweg über einen Spooler ansprechen - vorausgesetzt der Rechner hat noch solche Schnittstellen. 

    Ein Uralt-Rechner könnte als zusätzliches Ambiente dienen - nur wird es dann mit .NET enge ;)

    Im einfachsten Falle reicht ein COPY CON: LPT1: (Konsole => Druckerschnittstelle), um direkt Zeichen an einen Drucker zu schicken. Die EPSON Matrixdrucker verstehen i. a. ESC/P womit man weiteren Unfug wie große Zeichen, ASCII Grafik uam.  erzeugen kann.

    Grabe einfach mal in den Archiven des Webs, so vor 20 Jahren waren solche Späßchen gang und gäbe.

    Gruß Elmar

    Dienstag, 30. Oktober 2012 16:20
    Beantworter
  • Hallo Michael,

    nix viel Technik. Es gibt kurze Kabel, USB-COM- Adapter und USB-Parallel Adapter. Da gibts nen Treiber zu und klappt gut. Kann sein das es kleinere Probleme gibt, also z.B. muss man evtl. in den Druckereigenschaften die bi-directionale Kommunikation ausschalten, aber im Prinzip alles easy.

    Gibt's bei Conrad oder MediaMarkt für schlappe 15-20 Emmchen.

    Wenn Du die Esc-Sequenzen senden willst musst Du nur drauf achten welche. Es gibt Epson und IBM-Sequenzen (Zeichensätze) die nicht übereinstimmen. Am besten wäre es wenn Du ein altes Druckerhandbuch (Manuel) zur Verfügung hättest. Die haben früher alles genau aufgeführt und i.d.R, beide Zeichensätze und mehr im Anhang beschrieben. Und genau durchlesen. Manche Drucker brauchten erst eine Startsequenz bevor sie bereit sind weitere Befehle entgegen zu nehmen (und evtl. auch eine Endesequenz).

    Viel Erfolg, kann ich mir wirklich lustig vorstellen

    Horst

    Donnerstag, 1. November 2012 07:35

Alle Antworten

  • Hallo,

    die guten alten Matrix-Drucker wurden i. a. über die parallele (LPTn) oder serielle (COMn) Schnittstelle betrieben. Und die kann man auch ohne den Umweg über einen Spooler ansprechen - vorausgesetzt der Rechner hat noch solche Schnittstellen. 

    Ein Uralt-Rechner könnte als zusätzliches Ambiente dienen - nur wird es dann mit .NET enge ;)

    Im einfachsten Falle reicht ein COPY CON: LPT1: (Konsole => Druckerschnittstelle), um direkt Zeichen an einen Drucker zu schicken. Die EPSON Matrixdrucker verstehen i. a. ESC/P womit man weiteren Unfug wie große Zeichen, ASCII Grafik uam.  erzeugen kann.

    Grabe einfach mal in den Archiven des Webs, so vor 20 Jahren waren solche Späßchen gang und gäbe.

    Gruß Elmar

    Dienstag, 30. Oktober 2012 16:20
    Beantworter
  • Hallo Elmar,

    Danke schon mal für den Hinweis auf ESC/P. Das kann der Drucker wohl.

    Problematisch wird es eben mit der Parallelen Schnittstelle: keiner meiner Rechner hat mehr solche "Legacy" Anschlüsse, und wir wollten wenn Möglich vermeiden so viel Technik knapp 400 km zur Hochzeit zu fahren. Ein Netbook mit USB war bisher der Gedanke.

    Aber mal schauen was dann genau funktioniert. Ich habe ja jetzt ein langes Wochenende und versuche mal mein Glück.

    Gruß Michael


    Ümflancht net 'rum!

    Mittwoch, 31. Oktober 2012 20:41
  • Hallo Michael,

    nix viel Technik. Es gibt kurze Kabel, USB-COM- Adapter und USB-Parallel Adapter. Da gibts nen Treiber zu und klappt gut. Kann sein das es kleinere Probleme gibt, also z.B. muss man evtl. in den Druckereigenschaften die bi-directionale Kommunikation ausschalten, aber im Prinzip alles easy.

    Gibt's bei Conrad oder MediaMarkt für schlappe 15-20 Emmchen.

    Wenn Du die Esc-Sequenzen senden willst musst Du nur drauf achten welche. Es gibt Epson und IBM-Sequenzen (Zeichensätze) die nicht übereinstimmen. Am besten wäre es wenn Du ein altes Druckerhandbuch (Manuel) zur Verfügung hättest. Die haben früher alles genau aufgeführt und i.d.R, beide Zeichensätze und mehr im Anhang beschrieben. Und genau durchlesen. Manche Drucker brauchten erst eine Startsequenz bevor sie bereit sind weitere Befehle entgegen zu nehmen (und evtl. auch eine Endesequenz).

    Viel Erfolg, kann ich mir wirklich lustig vorstellen

    Horst

    Donnerstag, 1. November 2012 07:35
  • Hallo Arminator,

    Ich gehe davon aus, dass die Antworten Dir weitergeholfen haben.
    Solltest Du noch "Rückfragen" dazu haben, so gib uns bitte Bescheid.

    Grüße,
    Robert


    Robert Breitenhofer, MICROSOFT   Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass im Rahmen dieses Forums, welches auf dem Community-Prinzip Entwickler helfen Entwickler“ beruht, kein technischer Support geleistet werden kann oder sonst welche garantierten Maßnahmen seitens Microsoft zugesichert werden können.

    Dienstag, 6. November 2012 17:19
    Moderator
  • Hallo, und entschuldigt die späte Rückmeldung.

    Der Hinweis auf die ESC Steuerbefehle waren Gold Wert.

    Mittlerweile habe ich mich auch in diese RAW Datenübermittlung eingefuchst, und der Drucker druckt wahrhaftig jeden Buchstaben einzeln (muss lediglich ein Carriage Return Kommando hinter jeden gesendeten Buchstaben setzen,  dann die Buchstaben "mitzählen" und genügend Leerzeichen vor den nächsten Buchstaben setzen, sonst wird alles übereinander gedruckt).

    Vielen Dank also.

    Bezüglich USB auf Paralleladapter: Habe so einen gekauft, und auch der hat eine "USB Druckerunterstützung" installiert. Aber das Versenden über normale ASCII Zeichen plus ESC Codes geht auch über die normale USB Schnittstelle an den Drucker. Zumindest bei dem Drucker den ich habe.

    Der Prototyp des Programms rennt jetzt, und jetzt gehts ans Absichern, damit das Ding auch unbeaufsichtigt auf dem Geschenketisch stehen kann, und kein Spaßkeks dann daran was verstellt.


    Ümflancht net 'rum!

    Dienstag, 20. November 2012 13:35