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Nicht geplante Backups durch NT AUTHORITY\SYSTEM auf "Virtual Devices" RRS feed

  • Frage

  • Hallo zusammen,

    ich stehe Momentan vor dem Rätsel, dass ich ungewollte Backups auf dem SQL Server beobachte. Teilweise mehrmals am Tag. Die Backups laufen in einer gewissen Regelmäßigkeit ab.

    Ich vermute bisher, dass diese eventuell mit Snapshots auf der VM des SQL Servers zusammenhängen und bin noch dran, den Dienstleister bzgl. dessen zu kontaktieren, um herauszufinden, ob zu diesen Zeitpunkten Snapshots getätigt werden

    Dennoch würde ich gerne das Problem unabhängig lösen und würde gerne diese "automatischen" Backups unterbinden.

    Der erste Schritt, den ich unternommen habe, ist es den "SQL Server VSS Writer Service" zu deaktivieren. Leider erfolglos.

    Hat jemand vielleicht schon mal ähnliche Probleme gehabt und kann mir da irgendwie weiterhelfen?

    Viele Grüße und Vielen Dank schon mal im Voraus!

    Donnerstag, 17. August 2017 07:58

Alle Antworten

  • Moin,

    sind das richtige SQL-Backups? Dann müsstest Du im Profiler doch eigentlich sehen, welcher Prozess sie auslöst.


    Evgenij Smirnov

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    Donnerstag, 17. August 2017 15:15
  • Hallo,

    als erstes solltest Du mal die Sicherungsdetails prüfen: In SSMS Rechte-Maus auf die Datenbank => Berichte => Standardberichte => Sicherungs- und Wiederherstellungsereignisse, dort dann "Erfolgreiche Sicherungsvorgänge"


    Olaf Helper

    [ Blog] [ Xing] [ MVP]

    Freitag, 18. August 2017 05:58
  • Hallo,

    für mich klingt es tatsächlich so, dass es die Sicherung der VM als solches ist. Je nachdem was da für eine Software eingesetzt wird um die komplette VM abzuziehen gibt es noch einen lokalen Backup Agent. Dieser läuft unter local system.

    Das Problem ist jetzt an der Stelle wie der Dienstleister die Sicherung konfiguriert hat. Ich hab gerade mal einen Test auf eine meiner VMs getätigt und nur den Job zum Abziehen der kompletten VM angetriggert.

    Tatsächlich habe ich im Backup und Restore Events Report nun ein Full Backup drin stehen. Zeitpunkt ist kurz nachdem ich den Job initiiert habe:

    Ob man dieses Verhalten nun so ohne Weiteres unterbinden kann weiß ich nicht. Gerade wenn es eine Backup Software ist, welche auf VSS basiert. Evtl. den Dienst SQL Server VSS Writer unter einem anderen Konto als Local System betreiben und diesem Konto dann keine Zugriffe auf die SQL Instanz erlauben. Ist aber eine Art Holzhammer-Methode, die ich so jetzt erst einmal nicht ausprobieren würde. Höchstens auf einem Test / QA System.  Aber dann wird es irgendwo irgendjemanden geben, der sich über ein fehlgeschlagenes Backup beschwert.

    Guck auch mal im SQL Server error log nach, ob zu einem entsprechenden Zeitpunkt auch noch so was wie I/O is frozen on database ... steht. Das deutet dann ebenfalls darauf hin, dass hier gerade über einen Snapshot der Server / die DB abgezogen wird.

    Du musst wohl mit deinem IT Dienstleister klären was für Backupzyklen eingerichtet sind und was an SLAs  für den Server definiert wurde.

    Frage an der Stelle noch: sind es immer Full Backups, welche getätigt werden oder kommen auch noch Log Sicherungen hinzu? Dann ist nämlich über das VM abziehen hinaus backuptechnisch noch mehr konfiguriert.

    Gruß

    Dirk


    May you never suffer the sentiment of spending a day without any purpose

    Freitag, 18. August 2017 11:07
  • Hallo zusammen,

    danke schon mal für die schnellen Antworten! Damit bin ich schon mal ein ganzes Stück weiter gekommen.

    Also die Backups sind definitiv richtige Datenbanken Backups (Volle Datenbanken Backups). Ich bin jetzt soweit, dass ich weiß, dass diese Backups von der Anwendung "NetBackup" von Veritas gestartet werden. Damit bin ich mir sicher, dass diese von dem Dienstleister gestartet werden, wenn dieser mit Hilfe der Anwendung die VM's sichert.

    Allerdings stehe ich immer noch vor dem Problem, diese Backups auf dem SQL Server selbst zu verhindern. Kann man dieser Anwendung den Zugriff verweigern? Dann wäre aber die Frage ob der Dienstleister einen Fehler ausgeworfen bekommt.

    Damit sieht es so aus, als müsste ich diese Angelegenheit erstmal mit dem Dienstleister besprechen und dann das weitere Vorgehen planen. Zumindest habe ich einen Punkt an dem ich ansetzen kann und werde denke ich mit etwas weiterer Rechereche auch eine geeignete Lösung finden!

    Vielen Dank nochmal und Viele Grüße

    Montag, 28. August 2017 08:24
  • Allerdings stehe ich immer noch vor dem Problem, diese Backups auf dem SQL Server selbst zu verhindern. Kann man dieser Anwendung den Zugriff verweigern? Dann wäre aber die Frage ob der Dienstleister einen Fehler ausgeworfen bekommt.

    Wird er. Und außerdem werden dann die Backups der VM aus Sicht von SQL crash-konsistent statt applikationskonsistent. Warum willst Du sie unterbinden? Haut es Dir Deine Differenzialbackups durcheinander? Das kommt davon, dass man ein System mit Transaktionsprotokollierung mit mehreren Mitteln sichert.

    Vielleicht solltest Du mit dem Dienstleister lieber besprechen, wie Du im Bedarfsfall aus "seinen" Backups nur die SQL-Sicherung rausziehen kannst, ohne dass er gleich für einen halben Tag antanzen muss.


    Evgenij Smirnov

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    Montag, 28. August 2017 08:38
  • Der Dienstleister stellt die VM auf deren Servern zu Verfügung. Ist auch für die Sicherung dieser VM zuständig, aber nicht für die Sicherungen der Datenbanken auf dem SQL Server. Diese werden von uns verwaltet und sollten somit auch nur von uns getätigt werden. Somit bin ich mir nicht sicher, ob er diese bewusst tätigt.

    Ich kenne mich mit "NetBackup" nicht aus, und weiß daher auch nicht ob man diese einfach als "Option" deaktivieren kann. Dies muss geklärt werden.

    Die Sicherungen des Dienstleisters erhöhen somit unnötig den Traffic und beeinflussen auch monatliche ETL-Läufe oder andere Arbeiten an den Datenbanken auf dem Server, da diese Backups teilweise 3x täglich volle Datenbanksicherungen tätigen.

    Montag, 28. August 2017 08:48
  • Hi,

    ich denke auch, dass Du mit dem Dienstleister mal ins Gespräch gehen musst. Falls tatsächlich immer die komplette VM abgezogen wird (bis zu 3 mal am Tag) dann ist das eh ein ziemlicher Overhead mMn. Aber da wir die konkrete Backup Policy auf Dienstleister/NetBackup Seite nicht kennen ist es derzeit auch ein wenig schwierig eine optimale Lösung vorzuschlagen. Aber ggf. kann die BackupPolicy dahingehend angepasst werden, dass die eigentliche VM nur noch einmal die Woche abgezogen wird. Darüber hinaus dann ein klassisches Dateibackup für die Bereiche, welche vorher über die "bis zu 3 Mal am Tag Variante" abgedeckt wurden. Die Frage ist hier: was ist noch auf dem Server drauf, weswegen der so oft abgezogen wird?

    Darüber hinaus: es gibt wohl bei NetBackup die Option, dass man bestimmte Sachen exkludiert. Aber dann wäre nachgelagert zu klären, was in einem etwaigen Fehlerfall dann alles zu tun wäre bzgl. Restore. 

    Gruß Dirk


    May you never suffer the sentiment of spending a day without any purpose

    Montag, 28. August 2017 12:39
  • Moin,

    wenn es aus dem OP ersichtlich war, dass nicht von der Sicherung derjenigen VM die Rede ist, wo die betroffene SQL-Instanz läuft, dann haben wir es übersehen, sorry.

    Bei manchen Applikationen ist es für einen reibungslosen Recovery notwendig, dass die Datenbank auf demselben Stand ist wie andere Datenbestände, vielleicht ist es hier ein solcher Fall, oder der Dienstleister war wirklich nur übereifrig.


    Evgenij Smirnov

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    Montag, 28. August 2017 13:07