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MS Access und Azure

    Frage

  • Guten Abend zusammen,

    Ich möchte eine Access Datenbank von zwei Standorten aus benutzen. Wenn ich das richtig gelesen habe, kann ich dazu Azure verwenden. Die Tabellen in Azure im Internet und die Abfragen und Formulare in einer Access Datenbank am lokalen Standort.

    Was ich aber nicht verstanden habe, was brauche ich wirklich alles dazu?

    Ich habe den Preiskalkulator unter https://azure.microsoft.com/de-de/pricing/calculator/ gefunden. Reicht mir die Datenbank für €4.20 oder brauche ich noch mehr dazu?

    Access habe ich über Office 365.

    Vielen Dank für Informationen.

    PS: Gibt es irgendwo ein Tutorial wie ich eine Access Datenbank die Tabellen mit Azure verknüpfe?

    Montag, 6. März 2017 17:21

Alle Antworten

  • Hallo,

    online ist es aber ein MS SQL Server keine Access Datenbank.

    Ich denke mal Du hast dafür 2 Möglichkeiten:

    1. Über ODBC, hier auch 2 Beschreibungen Link und Link Du brachst aber dafür eine feste IP
    2. Für die 2 Möglichkeit brauchst Du noch einen App Service der Anfragen entgegennimmt und antwortet. Dafür müsstest Du aber lernen wie man eine Web Api entwickelt. Der Vorteil hier ist das Du lokal eine Datenbank hast und deine Anwendung immer noch läuft auch wenn das Internet mal weg ist. 
    3. Sharepoint wäre wohl noch eine weitere Möglichkeit 

    Bei beiden Varianten kommen noch zusätzlich Traffic Kosten hinzu. Die sich danach richten wie viele Daten Du hin und her schiebst.


    Gruß, Thomas

    Sage nie, ich kann es nicht - sage nur, ich kann es noch nicht!

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    Montag, 6. März 2017 18:12
  • Salü Thomas, 

    Vielen Dank für Deine Antwort.

    Über ODBC, das wäre also Azure mit einer SQL Datenbank. Da würde ich also in Access über eine ODBC Verbindung direkt auf eine SQL Datenbank zugreifen.

    Dann brauche ich also zusammengefasst für Dein Punkt 1:

    - Office 365 (für Access als developer oder die kostenlose Runtime für die Anwender)
    - Azure ca €4.50/mt für die SQL Datenbank in der Cloud
    - SQL Server Management Studio (Express Version kostenlos) um die SQL Datenbank zu erstellen/pflegen.
    - Trafic, ist das A0: Kerne, 0.75 GB RAM, 20 GB, 0,017 €/Stunde für €12.55 pro Monat?

    Und dann ist das alles?

    Dein Punkt 2. unterscheidet sich demnach vor allem darin, dass die DB auch ohne Internet geht, wenn ich das richtig verstehe. Ansonsten bleibt es identisch? Wenn Internet mal nicht geht, gehen bei uns alle zum Kuchen essen, also ist für mich Variante 1 die bessere?.

    Und worin wären die Unterschiede zu Punkt 3, Sharepoint? Die WebApp reicht von den Berichten und Makros für unsere Datenbank nicht aus. Könnte ich da auch "mein" Frontend anbinden?

    Sorry für die vielen Fragen.

    Herzlichste Grüsse
    Markus

    Montag, 6. März 2017 22:24
  • Hallo Markus,

    Zu Punkt 1:

    • Was für Office Versionen Du brachst kann ich dir nicht sagen
    • Ja mit der Datenbank würde auch ich anfangen
    • Express Version sollte reichen
    • eine Übersicht über den Traffic findest Du hier Link.
    • Nur bei diesem Punkt braucht Ihr eine feste IP. Kostet zwischen 5-10€ im Monat

    Zu Punkt 2:

    Für Punkt 2 brauchst Du noch den App Service für 8.16€ im Monat (siehe deinen Link). Richtig Ihr hättet dann den SQL Server online und lokal die Access DB oder SQL Server. Macht aber viel mehr Aufwand. Der vorteil ist aber das Ihr ohne Umstellung auch eine Webanwendung entwickeln könntet oder z.B. Apps. Alles könnte nebeneinander laufen. Ist in meinen Augen zukunftssicherer. Aus meiner Erfahrung als Admin fällt das Internet selten aus deswegen wird es wohl nicht so oft Kuchen geben. Dennoch würde ich keine Anwendung ohne Zwischenspeicher Betreiben. Hier solltet Ihr euch Beraten lassen.

    Zu Punkt 3

    Natürlich kannst Du dein Frontend entwickeln und verwenden. Zudem kannst Du Sharepoint in der Cloud mieten oder auf deine Server aufsetzen. Ich persönlich mag Sharepoint nicht aber das ist nur meine Meinung. Sharepoint bietet eine menge an Möglichkeiten. Ihr solltet euch hier vom Fachmann Beraten lassen. Hier ist es aber nicht mit ein paar € getan

    Für Fragen und auch für viele Fragen ist ein Forum da :)


    Gruß, Thomas

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    Montag, 6. März 2017 23:14
  • Hallo!

    Hast du Office 365 mit Sharepoint? Dann könntest du eventuell auch über eine Access-Web-App die Tabellenstruktur erstellen und auf diese Tabellen mittels ODBC aus dem eigenen Frontend zugreifen.

    Du hast in diesem SQL-Server allerdings weniger Möglichkeiten als in einem eigenen Azure-SQL.

    Wegen "Abfragen und Formulare in einer Access-Datenbank": Abfragen (Sichten) würde ich eher im SQL-Server speichern und aus dem Access-Frontend nur noch bei Bedarf die Filterwerte übergeben. Dann muss der Server nicht so viele Daten zum Frontend schicken - vor allem, wenn in der Abfrage mehrere Tabellen verwendet werden.

    mfg
    Josef


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    Dienstag, 7. März 2017 08:20
  • Vielen lieben Dank, Thomas, dann werde ich mir jetzt mal Azure kaufen und die Datenbank so versuchen zu realisieren. Es scheint mir, dass für unsere mehr oder weniger einfache Datenbank, eine SQL Server Datenbank besser geeignet ist, als Tabellen mit Sharepoint. Zudem ist ja der Preis nahezu identisch.

    Vielen lieben Dank und beste Grüsse

    Donnerstag, 9. März 2017 14:01
  • Hallo Josef,

    Vielen Dank für Deine Antwort. Ups, jetzt hatte ich mich gerade vor einer Minute für Azure entschieden, weil ich glaube, dass man mit Sharepoint keine gesamte Datenbank erstellen kann, sondern nur einzelne Tabellen die sich verknüpfen lassen.

    Wenn ich Dein Post jedoch lese, scheint es, als ob ich mit Sharepoint ebenso eine gesamte Datenbank bauen kann und die von meinem Access aus betreiben kann? Habe ich da bei Sharepoint Einschränkungen in den Abfragen? dLookup, Summenbildung, Anfügeabfragen und so?

    Vielen Dank für die Erinnerung, die Access Abfragen auf den SQL Server als sichten zu betreiben. Eigentlich war mir das bekannt, hatte auch schon SQL Server Datenbanken gebaut. Aber ohne Deinen Hinweis hätte ich mich im Moment nicht mehr daran erinnert. Danke Dir.

    Viele liebe Grüsse

    Donnerstag, 9. März 2017 14:08
  • Hallo!

    Ich meinte damit keine SharePoint-Listen sondern den Azure-SQL-Server, den die Access-Webservices verwenden. Die Einschränkungen dabei: du musst alles über die Web-App einstellen und kannst im SQL-Server nur die Daten bearbeiten aber keine Anpassung der Datenstruktur o. ä. machen. 
    .. kann weniger als Azure-SQL, ist aber in den Office365-Plänen  (also die mit Exchange, Sharepoint usw.) enthalten, daher dachte ich du könntest das mit deinem bestehenden Plan bereits ausprobieren.

    mfg
    Josef


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    Donnerstag, 9. März 2017 14:50