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Windows 7 Anwendungskompatibilität: Frequently Asked Questions

    Allgemeine Diskussion

  • Windows 7 Anwendungskompatibilität: Frequently Asked Questions

    Stand: 18.12.2009

    windows In diesem Thread hat das Team von MSDN Online hat für Sie Frequently Asked Questions (FAQ) rund um die Entwicklung für Windows 7 zusammengestellt. Diese Sammlung von Fragen und Antworten erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern versucht wichtige Fragen zur Anwendungskompatibilität bei Windows 7 zu erläutern und Ihnen die Suche nach Antworten und tiefergehenden Wissensquellen zu erleichtern. Schwerpunkte dieser FAQs sind folgenden Themen:

    Zusätzlich finden Sie unter dem Punkt "Weitere Informationen" eine Reihe von Links zu den Windows 7-Angeboten auf MSDN Online. Sollten Ihnen Themen fehlen oder Sie noch offene Fragen zu diesen Teilbereichen der Entwicklung für Windows 7 haben, posten Sie diese einfach als Antwort auf diesen Thread. Wir bemühen uns daraufhin, die FAQs entsprechend zu ergänzen. Zusätzlich zu den deutschen FAQs können Sie auch einen Blick in die Windows 7 FAQs im englischsprachigen MSDN-Forum werfen.

     


    Neue Windows-Funktionen

     

    Welche neuen Funktionen von Windows 7 sind interessant für Entwickler? [Top]

    1. Task-Leiste: In Windows 7 wurde die Taskleiste visuell sehr "vereinfacht" und mit vielen neuen Funktionen erweitert. Gestartete Programme werden in der gleichen Leiste angezeigt wie Verknüpfungen. Lediglich das Aussehen unterscheidet nun zwischen den verschiedenen Status der Anwendung. Auch für Entwickler bietet die Task-Leiste einige interessante Neuerungen:

    • Über die Application User Model IDs (AppUserModelIDs), die von der Task-Leiste genutzt werden, können Prozesse, Dateien oder Fenster einer bestimmten Anwendung zugeordnet werden. So wird es ermöglicht, mehrere Instanzen oder Fenster einer Anwendung einfach zu gruppieren.
    • Jedes Symbol in der Taskleiste hat eine so genannte Sprungliste. Innerhalb dieser Sprungliste gibt es Elemente, die jede Anwendung besitzt (z.B. Öffnen). Zusätzlich lassen sich innerhalb der Sprungliste aber noch Aufgaben integrieren. Das können beliebige Tätigkeiten sein. Der Windows Live Messenger zum Beispiel macht es vor und bietet die folgenden Aufgaben an: MSN Startseite anzeigen, Postfach öffnen, Sofortnachricht senden, Online, Offline, Abwesend, usw.
    • Ein weiteres neues Feature sind die Thumbnail-Toolbars: Fährt man mit der Maus über das Symbol einer aktiven Anwendung, bekommt man eine bedienbare Vorschau der jeweiligen Applikation (gutes Beispiel ist der Windows Media Player). Die Darstellung der Vorschau in der Taskleiste ist individuell anpassbar.
    • Anhand von Icons Overlays und Progress Bars kann dem User über das Icon in der Task-Leiste mitgeteilt werden, wie weit zum Beispiel ein Download ist oder welchen Zustand die Anwendung hat, ohne dass der User die Anwendung in den Vordergrund holen muss.
    • Für mehr Informationen rund um die Möglichkeiten der neuen Taskbar von Windows 7 ist der deutschsprachige Webcast von Oliver Scheer zu diesem Thema zu empfehlen.

     

    2. Bibliotheken (Libraries): Mit Bibliotheken hat man die Möglichkeit, verschiedene Orte und Netzlaufwerke zu einer Sammlung zusammenzufassen. Innerhalb dieser Bibliotheken lassen sich nicht nur Ordnerstrukturen abbilden, sondern zum Beispiel auch Inhalte von Datenbanken oder ähnlichem. Die Standardbibliotheken von Windows 7 sind Musik, Bilder, Videos und Dokumente. Diese werden unter anderem auch für die Programme Media Player, Paint, Fotogalerie, etc. herangezogen. Weitere Informationen zu den Bibliotheken bei Windows 7 finden Sie auch in der englischsprachigen MSDN Library. Außerdem zu empfehlen zu diesem Thema ist das kostenlose Probekaptitel des "Windows 7 for Developers - Crashkurs", das im Rahmen der Microsoft Press PreView auf MSDN Online veröffentlicht wurde.

    3. Multitouch: In Windows 7 wurde verfügbare Funktionen durch Fingereingabe erweitert. Die Multitouch-Plattform von Windows 7 ermöglicht Ihnen eine direkte Interaktion mit dem Computer. Neben einfachen Funktionen wie Drag & Drop oder Clicking stehen über die neuen Multitouch APIs auch Funktionen wie Zoom und Rotate zur Verfügung. Wenn Sie mehr über die Multitouch API erfahren wollen, ist der Webcast von Dariusz Parys zu diesem Thema sehr zu empfehlen.

    4. Sensor API: Das Windows 7 Sensor API ist eine neue Programmierschnittstelle für die Steuerung von Sensoren. Bei Sensoren kann es sich um interne und externe Erweiterungen des PCs handeln, die dem Computer Informationen über äußere Zustände vermitteln. Einsatzszenarien könnten zum Beispiel die Erkennung der Umgebungshelligkeit oder die Beschleunigung des PCs selbst sein. Darüber hinaus kann man Software-Sensoren erstellen, die bestimmte Werte ermitteln und an die API übergeben.

    5. Location API: Das Location API von Windows 7 vereinfacht das Erstellen von Anwendungen, die mit dem aktuellen Standort des Users bzw. des Rechners arbeiten. Das API bietet standadisierte Formate für Lokalisierungsdaten und einen standardisierten Weg, um Daten über den Standort des Users abzurufen. Außerdem sorgt das API für den Austausch zwischen den Daten-Providern und die Auswahl des passenden Providers.

    6. Ribbon (Multifunktionsleiste): Windows 7 führt ein neues natives, COM-basiertes API für Ribbon-basierte Oberflächen ein. Ribbon ist die mit Microsoft Office 2007 eingeführte Multifunktionsleiste. Die Programmierung der Multifunktionsleiste teilt sich in zwei Bereiche auf: Im Deklarationsteil werden die verschiedenen Elemente, wie z.B. Tabreiter, Gruppierungen oder Kommandos, deklariert und ihr Aussehen beschrieben. Die Ausführung der Kommandos und das Wechseln in verschiedene Zustände wird über C++-Code beschrieben, der die Darstellung mit der Anwendungslogik verknüpft.

    7. Hintergrunddienste: Anders als seine Vorgänger ist Windows 7 darauf ausgelegt, verlangsamende Hintergrunddienste nur dann auszuführen, wenn Sie sie benötigen. Windows-Dienste können nun automatisch begonnen oder gestoppt werden, wenn ein bestimmtes Ereignis auftritt. Somit kann einfach gesteuert werden, wann ein bestimmter Dienst läuft und wann nicht.

    8. Event Tracing: In Windows 7 bekommen Entwickler dank des neuen Event Tracing (ETW) die Möglichkeit, Event Tracing-Sessions zu starten und zu stoppen, über eine Anwendung Trace Events zur Verfügung zu stellen oder Trace Events zu konsumieren. Trace Events beinhalten einen Event Header und Daten, die den Zustand einer Anwendung oder Operation beschreiben. Events können zum Beispiel dazu verwendet werden, um eine Anwendung zu debuggen oder eine Performance-Analyse durchzuführen.

     

    Wo kann ich weitere Informationen rund um die neuen Windows 7-Funktionen finden? [Top]

    MSDN Online bietet diverse Anlaufstellen für Informationen rund um Windows 7 und seine Möglichkeiten für Entwickler:

    • Als erste Anlaufstelle ist das deutschsprachige Windows Developer Center zu nennen. Dort finden Sie eine Reihe interessanter Informationen sowie diverse weiterführende Links.
    • Ein erweitertes Angebot an Informationen rund um Windows 7 für Entwickler bietet auch das englischsprachige Windows Developer Center inklusive einer ausführlichen Dokumentation der neuen Funktionen in der MSDN Library.
    • Die beiden Technologieberater Oliver Scheer und Dariusz Parys haben eine mehrteilige Webcast-Serie rund um die neuen Funktionen von Windows 7 zusammengestellt.
    • Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung von Windows 7 hat Technologieberater Oliver Scheer einen 49-teiligen Countdown rund um Windows zusammengestellt, in dem Sie auch wertvolle Tipps für Entwickler finden.
    • Das Windows 7 Training Kit für Entwickler, das kostenlos zum Download zur Verfügung steht, beinhaltet Präsentationen, Hands-on Labs und Demos, die Interessierte dabei unterstützen, Anwendungen für Windows 7 zu erstellen.

     

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    Application Compatibility Toolkit (ACT)

     

    1. Wie aufwändig ist es, meine Anwendung auf Windows 7 umzustellen? [Top]

    Der Aufwand richtet sich danach, welches Betriebssystem unterstützt wird. Anpassungen von Windows Vista auf Windows 7 sind erfahrungsgemäß weniger aufwändig als die von Windows XP auf Windows 7, da gegenüber Windows Vista weniger Systemänderungen vollzogen wurden als gegenüber Windows XP. Generell empfiehlt es sich, alle Funktionen einer Anwendung zu testen, um die Kompatibilität zur Plattform sicherzustellen.

     

    2. Was muss ich beachten, dass meine Anwendung langfristig kompatibel bleibt? [Top]

    Die Application Cookbooks enthalten Lösungen zu häufigen Problemen bei der Anwendungskompatibilität. Zusätzlich sind häufig Hinweise aufgeführt, die nicht nur angeben, wie ein Kompatibilitätsproblem gelöst werden kann, sondern auch, wie am besten vorgegangen werden sollte, um ähnliche Probleme in der Zukunft zu vermeiden. Das Windows 7-Logo-Programm ist ebenfalls eine gute Richtschnur, wie Anwendungen zu entwickeln sind, damit diese langfristig kompatibel bleiben. Die Richtlinien und technischen Voraussetzungen im Windows 7-Logo-Programm stellen häufig Mindestvoraussetzungen dar, die die Software für Benutzer leichter und sicherer benutzbar machen, und geben auch an, in welche Richtung sich zukünftige Betriebssystemversionen entwickeln.

     

    3. Welche Tools stehen mir zur Überprüfung der Anwendungskompatibilität zur Verfügung? [Top]

    Mit dem kostenlosen Application Compatibility Toolkit 5.5 können Anwendungen vor dem Deployen auf die Kompatibilität zu Windows 7 oder Windows Vista getestet werden. Nähere Informationen rund um das Application Compatibility Toolkit sowie zum Thema Anwendungskompatibilität im Allgemeinen finden Sie im Windows Client TechCenter. Ebenfalls sehr nützlich ist der Application Verifier, ein kostenloses Testing Tool, das bei keiner Qualtätssicherung fehlen sollte und auch Kompatibilitätsthemen abdeckt. Dieses Tool eignet sich für native Anwendungen.

     

    4. Wie kann ich feststellen, ob meine Anwendung sog. "Adminstrative Abhängigkeiten" besitzt? [Top]

    Wenn Ihre Anwendung aufgrund der Benutzerkontosteuerung nicht richtig läuft, sollte man überprüfen, ob so genannte "Adminstrative Abhängigkeiten" bestehen. Die Funktion Benutzerkontensteuerung, die bisher als Limited User Accounts (LUA) bezeichnet wurde, erfordert, dass alle Benutzer (einschließlich Mitglieder der Administratorgruppe) als Standardbenutzer ausgeführt werden, bis die Anwendung mithilfe eines Sicherheitsdialogfelds bewusst heraufgestuft wird. Ob eine Anwendung "Adminstrative Abhängigkeiten" besitzt, können Sie einfach feststellen, indem Sie die Anwendung als Adminstrator starten (Rechtsklick). Sollte die Anwendung dann problemlos laufen, bestehen "Administrator-Abhängigkeiten". Es ist wichtig, danach den Rechner neu zu starten, da "Run Once"-Fehler bestehen könnten. Nach dem Neustart können Sie dann zum Beispiel den Standard User Analyzer (der Teil des Microsoft Application Compatibility Toolkit ist) verwenden, um die Abhängigkeiten zu bestimmen.

    Mit dem Standard User Analyzer kann man einfach feststellen, ob eine Anwendung Administratorrechte benötigt. Das Tool ist in der Lage, nahezu alle der Administratorrechte, die eine Anwendung benötigt, aufzuzeichnen, einschließlich Registry/File System Access und API-Aufrufen. Die Daten werden in ein Log-File geschrieben und im Standard User Analyzer angezeigt.

     

    5. Was ist ein Shim und wo kann ich mich über häugig genutzte Shims informieren? [Top]

    Rund um das Thema Anwendungskompatibilität spielen Anwendungskompatibilitätsfixes, so genannte Shims, eine wichtige Rolle, da sie zu den flexibelsten und leistungsfähigsten Tools zum Beheben möglicher Kompatibilitätsprobleme gehören. Shims können Anfragen/Aufrufe von Anwendungen an das Betriebssystem und umgekehrt abfangen, um Parameter oder Return Values zu berichtigen oder die Anfragen/Aufrufe an die richtige API weiterzuleiten. Eine genaue und ausführliche Erläuterung rund um das Thema "Shim" und "Shiminfrastruktur" finden Sie in der TechNet-Bibliothek. Eine Übersicht von häufig genutzten Shims gibt es ebenfalls in der TechNet-Bibliothek, diese Auflistung ist ebenfalls im Help-File des Application Compatibility Toolkit zu finden.

    6. Wie stelle ich fest, ob ein Shim für ein bestimmtes Programm im Einsatz ist? [Top]

    Der einfachste Weg, um festzustellen, ob ein Shim für ein bestimmtes Programm benutzt wird, ist das Auslesen des Debug-Report der Shims. Dieser kann am besten in einem Debugger oder in DebugView betrachtet werden. Der Debugmodus kann mit folgendem Befehl aktiviert werden:

    [HKEY_CURRENT_USER \Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\AppCompatFlags] "ShowDebugInfo" =dword:00000009

    Für weitergehende Informationen, wie man die Fehleranalyse für Shims auslesen kann, ist ein Blog-Eintrag von Chris Jackson zu empfehlen.

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    User Account Control

     

    1. Wie starte ich eine Anwendung mit Standardrechten aus einem Prozess mit erweiterten Rechten? [Top]

    Eine relativ häufig gestellte Frage ist: "Wie starte ich eine Anwendung mit Standardrechten aus einem Prozess mit erweiterten Rechten?" Anders gefragt, wie kann ich mit Administratorrechten einen Prozess lediglich unter Standardrechten starten? Da es hierfür keine direkte Vorgehensweise gibt, lässt sich die Siuation in den meisten Fällen dadurch umgehen, die Anwendung als Standarduser zu starten und nur die Teile der Anwendung unter "erweiterten" Rechten laufen zu lassen, die auch Admintratorrechte benötigen. Bei diesem Vorgehen gibt es immer einen Prozess mit Standardrechten, der zum Starten von weiteren Anwendungen als Standardbenutzer verwendet werden kann. Diese Methode wird "Bootstrapper" genannt. Für den Fall, dass ein Prozess mit Administratorechten eine Anwendung mit Standardrechten starten muss, kann dies über die so genannte Aufgabenplanung (Task Scheduler) von Windows gelöst werden. Über die Aufgabenplanung ist es einem Prozess mit erweiterten Rechten möglich, eine Aufgabe als Standarduser zu registrieren und zu starten.

    2. Gibt es ein API, über das man feststellen kann, ob das User Account Control deaktiviert ist? [Top]

    Es ist relativ schwieirg, automatisch zu überprüfen, ob das User Account Control aktiviert ist oder nicht. In den meisten Fällen sollte man nicht über die Anwendung das User Account Control überprüfen, sondern einen anderen Weg wählen. Man sollte sich bei der Entwicklung genau überlegen, warum man wissen will, ob das User Account Control aktiviert ist oder nicht, und eine Lösung unabhängig von der Einstellung des User Account Control suchen.

     

    3. An welchen Ort sollte ich die Benutzerdaten meiner Anwendung schreiben, wenn diese keine Administratorenrechte hat? [Top]

    Wenn Sie eine Applikation wie eine Line-of-Business-Anwendung oder ein Spiel schreiben, die keine Administratorrechte besitzt, müssen Sie darauf achten, dass die Benutzerdaten der Anwendung an einem Ort gespeichert werden, für den der User Zugriffsrechte besitzt. Zwei einfache Regeln sollten beachtet werden:

    1. Schreiben Sie nie Per-User-Daten oder Daten, die vom Benutzer geändert werden können in Programmdateien oder Programm-Directories.
    2. Benutzen Sie keine hartkodierten Pfade im Filesystem. Nutzen Sie das KnownFolders API und ShGetFolderPath, um den passenden Ort für Ihre Daten zu finden.

    Hier ein paar empfohlene Einstellungen:
     
    User Data:

    • FOLDERID_RoamingAppData / System.Environment.SpecialFolder.ApplicationData
      An diesen Ort können Daten speichern, die der Benutzer nicht im Windows Explorer finden muss, de. Der Standardort ist %appdata%, ein versteckter Ordner der Windows-Installation.
    • FOLDERID_LocalAppData / System.Environment.SpecialFolder.LocalApplicationData
      Hier können Daten gespeichert werden, die der Benutzer nicht im Windows Explorer finden muss und deren Änderungen lokal auf dem Rechner liegen sollten. Der Standardordner hierfür ist %localappdata%, ein versteckter Ordner der Windows-Installation.
    • FOLDERID_Documents / System.Environment.SpecialFolder.MyDocuments
      Dieser Ort ist für Daten gedacht, die der Benutzer im Windows Explorer finden und öffnen können soll. Der Standardordner hierfür ist %userprofile%\documents.
    Computer Data:
    • FOLDERID_ProgramData / System.Environment.SpecialFolder.CommonApplicationData
      Hier können Daten abgelegt werden, die der Benutzer nicht im Windows Explorer finden muss. Anderungen an diesen Daten wirken sich auf alle User des Rechners aus. Der Standardort ist %systemdrive%, ein versteckter Ordner der Windows-Installation. Wenn Sie hier eine Directory erzeugen und ACLs setzen möchten, muss dies während der Installations geschehen.
    • FOLDERID_Public / FOLDERID_PublicDocuments / System.Environment.GetEnvironmentVariable("public")
      Hier sollten Daten abgelegt werden, die der Benutzer finden und öffnen können soll. Der Standardordner hierfür ist %public%. Wenn Sie hier eine Directory erzeugen und ACLs setzen möchten, muss dies während der Installation geschehen.
    Interessante Informationen zu diesem Thema liefert Chris Jackson in seinem Blog-Eintrag Where Should I Write Program Data Instead of Program Files?.

     

    4. Wie bereite ich eine Anwendung für einen Standarduser vor? [Top]

    User Account Control Patching gibt Entwicklern die Möglichkeit, digital signierte Patches festzulegen, die von Standardusern benutzt werden können. Wenn die Signatur nicht mit einem Zertifikat übereinstimmt, zeigt Windows Vista einen UAC-Dialog, der nach einer Administrator-Bestätigung zur Ausführung des Patches fragt. Genauere Information gibt ein Artikel in der MSDN Library.

    5. Wo finde ich weitere Informationen rund um das User Account Control? [Top]

    Eine ausführliche Dokumentation zum Thema User Account Control finden Sie in der MSDN Library. Außerdem sehr empfehlenswert ist ein deutschsprachiger Webcast von Dariusz Parys, der unter anderem erläutert, welche APIs im Zusammenhang mit UAC stehen, und Themen wie Virtualization, Session 0 Isolation, Installer Detection oder Version Checking genauer beleuchtet.

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    Windows 7 Software Logo Program

     

    1. Was sind die technischen Vorraussetzungen für das Windows 7 Client Logo Programm? [Top]

    1. Saubere und reversible Installation: Benutzer müssen die Möglichkeit haben, die Anwendung ohne Probleme auf ihrem System installieren und auch wieder deinstallieren zu können.
    2. Installation in den korrekten Ordnern: Bei der Installation von Programmen haben User meist die Möglichkeit, den Ort für die Installation frei zu wählen. Für den Fall, dass der User sich für die Default-Einstellungen der Installation entscheidet, müssen die Daten in vorgeschriebene Verzeichnisse geschrieben werden.
    3. Digital signierte Treiber und Dateien: Durch eine digitale Signatur von Dateien und Treiber können User erkennen, ob Software echt ist. Außerdem kann festgestellt werden, ob die Datei in irgendeiner Art und Weide verändert wurde, zum Beispiel durch einen Virus.
      Durch das verbindliche Kernel-mode Code Signing, auch als Code Integrity (CI) bekannt, wird die Sicherheit des Betriebssystems verbessert. Windows erlaubt nur signierten Treibern das automatische Laden. CI entdeckt, wenn ein System Binary Files böswillig verändert wurden, und erzeugt Diagnose- und Syste-Audit Log Events, wenn die Signatur eines Kernel-Moduls nicht verifiziert werden konnte.
    4. Support für 64-Bit-Versionen von Windows: Durch die stärker werdende Bedeutung von 64-Bit-Systemen, erwarten Benutzer, dass Anwendungen die Vorteile der 64-Bit-Architektur nutzen oder dass 32-Bit-Anwendungen ohne Probleme auf 64-Bit-Systemen laufen.
    5. Installation oder Anwendungsstart wird nicht durch eine OS-Versionsabfrage geblockt: User sollten nicht von der Installation oder dem Betrieb ihrer Anwendungen abgehalten werden, wenn keine technischen Limitierungen vorhanden sind. Im Allgemeinen sollte es keinen Grund geben, die OS-Version zu checken, wenn die eine Anwendung für Windows Vista oder spätere Versionen geschrieben wurde. Es sollten Windows-Features abgefragt werden, die benötigt werden, und nicht die Versionsnummer des Betriebssystems.
    6. Einhaltung der User Account Control Guidelines: Ein paar Windows-Anwendungen laufen im Security-Kontext eines Administrator-Accounts und viele benötigen übermäßige Benutzerrechte und Windows-Privilegien. Der kontrollierte Zugang zu Ressourcen unterstützt User dabei, die Kontrolle über ihr System zu behalten und es vor ungewollten Veränderungen zu schützen. Man sollte einer Anwendung mindestenes so viele Rechte einräumen, dass der User die Tasks durchführen können, die er benötigt. Bei Einhaltung der UAC Guidelines werden Anwendungen mit den nötigen Berechtigungen ausgestattet, ohne dass das System einem ständigen Sicherheitsrisiko ausgesetzt wird.
    7. Reagieren auf Nachrichten des Restart Manager: User erwarten, wenn Sie eine Anwendung schließen oder das Betriebssystem herunterfahren, dass die Aktion erfolgreich beendet wird. Anwendungen sollten daher das Schließen oder Herunterfahren nicht blockieren. Anwendungen sollten auf ein unvorhergesehenes Schließen bzw. Herunterfahren vorbereitet sein.
    8. Services und Treiber nicht im Safe Mode laden: Der sichere Modus (Safe Mode) bei Windows ist dafür gedacht, Windows zu überprüfen, Fehler zu beheben oder um Diagnosen und Wiederherstellungen durchzuführen. Treiber und Services dürfen in diesem Modus nicht mitgeladen werden.
    9. Unterstützung für Multi-User-Sessions: Windows-User sollten in der Lage sein, mehrere Sessions gleichzeitig laufen zu lassen. Die normale Funktionalität einer Anwendung sollte nicht durch Multi-User-Sessions beeinflusst werden. Voreinstellungen und private Daten eines Users sollten isoliert von der User Session sein.

     

    2. Wo kann ich das Windows 7 Software Logo Toolkit herunterladen und wo finde ich Hilfe bei Problemen damit? [Top]

    Die finale Version des Windows 7 Software Logo Toolkit gibt es hier zum Download. Dokumente mit näheren Informationen zum Windows 7 Software Logo Program finden Sie sowohl bei Microsoft Connect als auch im Microsoft Download-Center. Support zum Windows 7 Client Software Logo Toolkit bekommen Sie über Microsoft Connect.

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    Weitere Informationen zu Windows 7

     

    Wo finde ich Infos rund um Windows 7-Entwicklung und Anwendungskompatibilität?

     

    Programierung allgemein [Top]

    download Windows 7 Training Kit for Developers
    Das Windows 7 Training Kit für Developers enthält Präsentationen, Hands-on Labs und Demos, die Entwicklern demonstrieren sollen, wie man Anwendungen für die neue Windows-Version erstellt. Das Training Kit geht dabei unter anderem auf Themen wie Taskbar, Bibliotheken, Ribbon, Instrumentation, ETW oder Anwendungskompatibilität ein.
    download Microsoft Windows SDK for Windows 7 and .NET Framework 3.5 SP1
    Das Software Development Kit für Windows 7 bietet Dokumentationen, Beispiele, Header Files, Bibliotheken und Tools, um Developer bei der Entwicklung von Anwendungen für Windows (Win32 und .NET Framework) zu unterstützen.
    download Windows 7 Developer Guide
    Der Windows 7 Developer Guide zeigt Ihnen ausführlich, wie Sie die Funktionen von Windows 7 nutzen, um Anwendungen zu erstellen. Der Windows 7 Developer Guide ist sowohl als Download als auch in einer Online-Version verfügbar.
    download A Developer's First Look at Windows 7
    Diese Videoserie zeigt die wichtigsten neuen Features für Entwickler bei Windows 7. Die Videos beschäftigen sich unter anderem mit Themen wie User Interface, Security oder Kompatibilität.

    Webcasts & Videos [Top]

    download Windows 7 Anwendungskompatibilität: Windows 7 bringt sowohl für Anwender als auch für Entwickler viele Neuerungen mit sich. Insbesondere für Softwarehersteller ist es dabei wichtig, rechtzeitig zur Markteinführung des neuen Betriebssystems ihre Anwendungen "Windows 7"-kompatibel zu machen. In diesem Webcast zeigen wir, welche Punkte Sie beachten müssen, um die Kompatibilität Ihrer Anwendungen mit Windows 7 sicherzustellen, wenn diese bereits unter Windows XP oder Vista lauffähig sind. Themen, die behandelt werden, sind u.a. User Account Control, Internet Explorer Protected Mode, Mandatory Integrity Control und High DPI.
    download Windows 7 - Die APIs im Detail: Windows 7 bringt eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten für Entwickler mit sich. Diese Webcast-Serie beleuchtet diese neuen Möglichkeiten und wird pro Folge eine API im Detail betrachten. Von der Multifunktionsleiste bis zur Sensor- und Lokations-Schnittstelle werden die nötigen Anleitungen bereitgestellt um erfolgreich Windows 7-Anwendungen erstellen zu können.
    download "Compatible with Windows 7"-Logo: In diesem halbstündigen Onlinetraining geben wir Ihnen einen Überblick, wie die Zertifizierung für das begehrte "Compatible with Windows 7"-Logo abläuft. Aufgezeigt werden dabei die erforderlichen Schritte hin zum Logo - angefangen bei den technischen Ressourcen zur Unterstützung, über Tools zum Selbsttest und den einschlägigen Portalen bis hin zum Abruf von Marketingmaterialien. Das Training richtet sich an Entwicklungsleiter und Softwareentwickler, welche die Logozertifizierung durchführen wollen.
    download Windows 7: Bei der neuen Windows-Version wurde nicht nur auf die weitere Verbesserung der Sicherheit, Zuverlässigkeit und Performance, sondern auch auf die größtmögliche Kompatibilität zu Windows Vista Wert gelegt. Mit dieser Webcast-Serie wollen wir Ihnen wichtige Komponenten und Funktionen des neuen Betriebssystems vorstellen.
    download TechTalk-Video: Windows 7 - ein Überblick für Entwickler: Neu im MSDN Event-Archiv abrufbar ist jetzt die Aufzeichnung einer TechTalk-Veranstaltung vom 20. Oktober in Hamburg. Die MSDN-Experten Peter Kirchner und Oliver Scheer informieren in ihren Vorträgen dabei über die vielfältigen Möglichkeiten, die Windows 7 für Entwickler bereithält. Wegen der reichlichen Gesamtlänge von fast 170 Minuten ist der Mitschnitt wie üblich in zwei Teile gesplittet.
    download Technical Summit 08: Was ist neu in Windows 7: Microsoft stellte auf der Professional Developers Conference 2008 (PDC) in Los Angeles der Welt die nächste Version seines Clientbetriebsystems vor: Windows 7. Windows 7 baut auf die Grundlagen auf, die mit Windows Vista und Windows Server 2008 geschaffen wurden und bringt viele neue Funktionen mit. Natürlich fallen die veränderten Optik, Unterstützung für Multitouch, die neue Taskbar, neue Suchfunktionen, Jump Lists, und vieles mehr als erstes auf. Unter der Oberfläche verbergen sich aber weitreichende Änderungen. Nutzen Sie die Gelegenheit, auf dem Technical Summit 2008 Windows 7 zum ersten Mal in Deutschland auf einer großen Veranstaltung sehen zu können. Microsoft zeigt eine pre-beta Ausgabe, um damit einen Einblick in den aktuellen Entwicklungsstand zu geben und aufzuzeigen, in welche Bereiche der Entwicklung Microsoft investiert und was Kunden von Windows 7 an neuen Funktionen erwarten können.
    download CeBIT 2009: Windows 7: Windows 7 baut auf die Grundlagen auf, die mit Windows Vista und Windows Server 2008 geschaffen wurden und bringt viele neue Funktionen mit. Natürlich fallen die veränderten Optik, Unterstützung für Multitouch, die neue Taskbar, neue Suchfunktionen, Jump Lists, und vieles mehr als erstes auf. Unter der Oberfläche verbergen sich aber weitreichendere Änderungen. Nutzen Sie die Gelegenheit, auf der CeBIT einen Einblick in den aktuellen Entwicklungsstand zu erhalten. Wir zeigen auf, in welche Bereiche der Entwicklung Microsoft investiert und was Kunden von Windows 7 an neuen Funktionen erwarten können.

     

    Anwendungskompatibilität [Top]

    program Fit mit 7
    Mehr Sicherheit, Zuverlässigkeit und Performance sowie viele neue und innovative Funktionen warten mit Windows 7 auf Ihre Anwendungen. Jetzt ist es an der Zeit, Ihre Softwarelösung auf Windows 7 vorzubereiten, um die Kompatibilität frühestmöglich sicherzustellen. Von Kompatibilität über Zertifizierung und Entwicklerfragen bis hin zu den Vorteilen für Endkunden beantowrtet "Fit mit 7" alle wichtigen Fragen.
    program Windows 7 Software Logo Program
    Das Windows 7 Software Logo Program hat zum Ziel, durch das "Kompatibel mit Windows 7"-Logo Kunden darüber zu informieren, welche Produkte Zuverlässigkeits- und Konpatibilitätstest von Microsoft bestanden haben.
    program Windows 7 Ecosystem Readiness Program
    Mithilfe des Windows 7 Ecosystem Readiness Program können Sie sicherstellen, dass Ihre vorhandenen Anwendungen, Geräte und Systeme mit Windows 7 kompatibel sind. Dieses Programm bietet Ihnen über Microsoft Connect Zugriff auf Windows 7-Builds, Anwendungstestumgebungen und Toolkits, damit Sie innovative Lösungen für Ihre Kunden entwickeln können.
    program Application Cookbooks
    Das Application Cookbook (engl.) enthält Lösungen zu häufigen Problemen bei der Anwendungskompatibilität. Zusätzlich sind häufig Hinweise aufgeführt, die nicht nur angeben, wie ein Kompatibilitätsproblem gelöst werden kann, sondern auch, wie am besten vorgegangen werden sollte, um ähnliche Probleme in der Zukunft zu vermeiden.

     

    Tools und Downloads [Top]

    download Application Compatibility Toolkit 5.5
    Mit dem kostenlosen Application Compatibility Toolkit 5.5 können Anwendungen vor dem Deployen auf die Kompatibilität zu Windows 7 oder Windows Vista getestet werden.
    download Application Verifier
    Kostenloses Testing Tool, das bei keiner Qualtätssicherung fehlen darf und auch Kompatibilitätsthemen abdeckt. Dieses Tool eignet sich für native Anwendungen.
    download Windows Sysinternals
    Auf der Sysinternals-Seite gibt es viele hilfreiche Tools zum Testen – Process Monitor und Process Explorer sind die Klassiker die in keinem Applikationskompatibilitätslabor fehlen dürfen.
    download Debugging Tools für Windows
    Debuggen ist eine weitere gute Option, Fehler im Komaptibilitätsumfeld zu suchen. Microsoft bietet ein Paket an Debugging Tools für 32- und 64-Bit-Windows zum freien Download an.

     

    Interessante Blogs [Top]

     

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    Zusammengestellt von Markus Zeischke, Onlineredakteur für MSDN Online

    Freitag, 18. Dezember 2009 13:42